review: LITTLE FRANKY AND THE TOWNBEATS, EP 1988

(Foto: Discogs)

Seite 1: 

They Give You Whole Lotta Rockin‘

Woke Up This Mornin‘

Seite 2:

I’m In Love Again

Sweet Memories 

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Little Franky alias Franz Kostmann, ist ein echtes Urgestein der Wiener Rock’n’Rollszene und eigentlich das echte, lebendige Alter-Ego der Kunstfigur Ostbahn Kurti. Franky´s großes Idol war und ist Little Richard (daher auch das „Little“ in seinem Künstlernamen.) Er ging einen ähnlich konsequenten und harten Weg wie Wiens Bluesdenkmal Al Cook. Aktiv seit den späten Fünfzigern und frühen Sechzigern wich er niemals von einer kompromisslos authentischen Interpretation seiner Musik ab. Egal ob Cover oder Eigenkomposition, der originale Stil des 50er Rock’n’Roll war Bedingung, um in seiner Setlist Platz zu finden.

Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrtausends gründete er die „Papas Hausband“, benannt nach einem legendären Lokal in der Prinz Eugen-Straße. Nach beträchtlichen Erfolgen, z.B. als support von Bo Diddley oder Tony Sheridan und einem tollen Konzert im Budapester Sportpalast brach die Band auseinander und Franky gründete die Townbeats mit langjährigen Weggefährten wie Willi Detomaso oder Manfred Kremmel. Mit neuer Besetzung, aber alter Frische startete die Band zuerst live und im Jahr 1988 auch auf Vinyl ihre Mission, den authentischen Rock der 50er unter das Volk zu bringen.

Die dabei entstandene EP bringt einen Covertitel und drei Kompositionen der Band. An allen Eigenkompositionen war Franky beteiligt.

Die EP startet mit „Whole Lotta Rockin’“, einem swingenden Rocker im Stil von Louis Jordan. Das Solo am Baritonsax durfte ich beisteuern, das Gitarrensolo ist, wenn ich mich richtig erinnere von Peter Herrmann, den Gesang erledigte Little Franky.

„Woke Up This Mornin’“ wird von Willi Detomaso gesungen und besticht durch eine Latingroove und ein tolles Gitarrensolo im Stil von Albert King.

„I’m In Love“ ist der einzige nachgespielte Titel der EP und wird wieder von Willi Detomaso gesungen. Die Nummer groovt vom ersten bis zum letzten Takt und klingt mit einem schönen Tenorsaxsolo von Hannes Habiger aus.

„Sweet Memories“, eine Komposition von Kostmann/Herrmann,  ist im DooWop-Stil interpretiert – mit der Solostimme von Franky.

Die EP ist ein schönes Zeugnis einer authentischen R&R Band aus Wien, die, auch nach diversen Personalrochaden, immer ihrem Stil treu geblieben ist, was sicher der Persönlichkeit von Franky zu danken war. Sollte man der Schallplatte über den Weg laufen und sie erwerben, besitzt man ein repräsentatives Kleinod einer Wiener R&R Band, die, wenn auch im Underground, immer ihrer Linie treu geblieben ist.

(Fritz Weiss)

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